Jahrtag 2018

Quirinus-Messe“ in St. Andreas uraufgeführt

Beim Jahrtag gedenken Peracher Vereine ihrer Verstorbenen

Überfüllt war die Filialkirche „St. Andreas“, Gläubige mussten in der Vorhalle und im Freien mit einem Platz vorlieb nehmen. Grund war die Uraufführung der vom Thomas Moka komponierten „Quirinus-Messe“ beim Jahrtag der Ortsvereine Eisstockclub, Schützengesellschaft Almenrausch und der Schnalzer. Dem Gottesdienst folgte ein Totengedenken am Kriegerdenkmal durch Pfarrer Wernher Bien. 1. Schützenmeister Markus Burgthaler von der SG Almenrausch legte eine Blumenschale nieder.

Für die musikalische Gestaltung sorgten das Bläserquartett: Bei den „Glorreichen Vier“ mit Sabrina Dusch, Carina Bogner (beide Flügelhorn), Christine Burk (F-Horn) und Verena Hogger (Bariton) sowie der „Ainringer Vierg’sang“ mit Sonja Mittermaier-Moka (Sopran, Gitarre), Kathrin Hofhans (Alt, Klarinette), Thomas Moka (Tenor, Ziach), Christian Hofhans (Bass, Trompete und Richard Dusch (Kontrabass).

Das Bläserquartett begleitete den Einzug von Pfarrer Bien und den in heimischer Tracht gewandeten Ministranten wurde von der Empore herab sehr festlich, fanfarenähnlich. Stellvertretend für die drei Peracher Dorfvereine begrüßte Schnalzer-Vorstand Franz Schweiger die Gottesdienstteilnehmer. Ein besonderer Gruß galt dem Zelebranten Wernher Bien, dem „Ainringer Vierg’sang“ mit dem Komponisten Thomas Moka, den „Glorreichen Vier“ sowie Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger. Nach der liturgischen Eröffnung sagte der Seelsorger: „Wir sind beim Herrgott beisammen mit der Uraufführung der ‚Quirinus-Messe‘, wir können uns darauf freuen.“ Pfarrer Bien nannte die Namen der im Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder Erika Wisbacher (Schützenges. und Schnalzer), Marianne Erbrich (EC und Schnalzer), Helene Geigl (Schnalzer), und Ludwig Junger (EC und Schnalzer). Für die von dieser Welt Abberufenen betete man gemeinsam das Vaterunser.

Das „Kyrie“ wurde mit Ziach und Gitarre eingespielt und der Ainringer Vierg’sang interpretierte es. Bläserinnen und die andreren Instrumentalisten stimmten das Gloria an. Wohldosiert erklang anschließend ein wunderbarer, vierstimmiger Gesang. Die Lesung aus dem Brief an die Epheser trug Franz Schweiger vor. Als Zwischengesang „Graduale“ folgte mit ein schönen Stimmvolumen der beiden Sängerinnen und der beiden Sänger.

Das Markus-Evangelium verkündete der Geistliche und nahm in seiner Ansprache dazu Bezug. Zur Kirche meinte er, die von außen unscheinbar ausschaue, aber innen seien das Netzgewölbe und die Fresken vorne im Altarraum ein Schatz. Als

ebensolchen bezeichnete er die beeindruckende musikalische Gestaltung, welche die Herzen erfreue.

Nach der Predigt sagte Bien: „Beim Herrgott zu seien ist eine schöne Möglichkeit, wenn man ministriert.“ Hier dankte er dem scheidenden Maximilian Gamstatter mit einem Präsent. Dessen Schwester Lena bekam nachher die Ministranten-Albe, das Zingulum umgeschnürt und ein Kreuz umgehängt. Sie bekräftigte ihre Bereitschaft für den Ehrendienst. Beide bekamen von der zahlreichen Christenschar Applaus. Das „Credo“ wurde mit der Ziach eingespielt und die Zuhörer bekamen eine vortreffliche Intonation zu hören. Die Fürbitten sprachen hernach Franz Schweiger und mehrere Kinder, ganz im Anliegen des Jahrtages.

Nach einem instrumentalen Einspiel harmonierte der „Ainringer Vierg’sang“ beim a-capella-Gesang stimmlich wunderschön.

Weiter zu hören war das „Sanctus“ und Agnus Dei“. Kraftvoll, schön und freudig erfüllte das Blechbläserinnen-Quartett mit dem Stück „Communio“ den Sakralraum.

Ite missa est“ lautete es mit klaren Stimmen aus den Kehlen des „Ainringer Vierg’sang“ das letzte Lied zur Aufführung. Den musikalischen Schlusspunkt setzten die „Glorreichen Vier“ mit munterer und zupackender Spielweise mit dem Stück „Auszug“.

Am Ende der Eucharistiefeier sagte Pfarrer Bien im Kirchenschiff: „Ein ganz herzliches Dankeschön dem ‚Ainringer Vierg’sang‘ und den Blechbläsern für diese wunderschön gestaltete Messe“. Spontan applaudierten die Gläubigen.

Nach dem Segen trat Komponist Thomas Moka an das Ambo und sprach Dankesworte: „Mi hods wahnsinnig gfreit, dass ma do in Perach de Uraufführung von da ‚Quirinus-­Messe‘ macha derfa ham. I hoff, dass’s eich g’foin hod. Dass des Ganze so hihaut, braucht ma natürlich Dass des Ganze so hihaut, braucht ma natürlich a bisserl Hilfe von a boa Leut. Desweng derf i mi nu kurz bei dene Leut bedanken.“ Als Erster war Pfr. Bien an der Reihe, der ihm beim Text geholfen habe und etwas angeschoben habe, damit das Werk wirklich zur Aufführung kam, und überreichte ein kleines Präsent. Weiters dankte er mit Worten und kleinen Geschenken seinen Mitstreitern beim Viergesang, den Blechbläserinnen, der Mesnerin und den Ministranten aber auch seinen Eltern sowie der Ehefrau und Sohn. Franz Schweiger sagte Vergelt’s Gott bei Thomas Moka im Namen der drei Peracher Vereine.

Danach begaben sich Jung und Alt ins Freie und in der Vorhalle beim Kriegerdenkmal Pfarrer Wernher Bien sang Gebetsrufe und anschließend beteten alle ein Vaterunser und ein Gegrüßest seist du Maria. Stellvertretend für die Ortvereine legte 1. Almenrausch-Schützenmeister eine Blumenschale vor der Wand mit den Ehrentafeln nieder.

Es bleibt zu hoffen, dass die Komposition „Quirinus-Messe“ noch viele Aufführungen im deutschsprachigen Raum erfährt.

Andreas Pils

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